Werbemails in Sprachburka – II

17/11/2009

Seitens hotel24.eu ist immer noch Stillschweigen. Auch der Blick in den Spamordner hat keine Antwort zutage gefördert. Deshalb nochmals geschrieben auch an info@optivel.de, woher der ganze Sprachburka-Müll zu kommen scheint. Dafür haben die eine noble Adresse an der Bahnhofstrasse in Zürich…

news-magazin.ch sendet mir trotz vesprochener Streichung meiner Mailadresse munter weiterhin Spamletters zu. Da habe ich nachgehakt – immerhin, das mit der Sprachburka hat sich etwas gebessert!

Demoscope hat sich auch letzthin gemeldet, dass sich die/der Sehr geehrte/er Frau/Herr Eisenlohr dazu bereiterklärt habe, ihren Online-Fragebogen zu Versicherungen auszufüllen. Nur, heisse ich weder so noch habe ich mich zu irgendwas bereit erklärt.
Die Website von demoscope.ch habe ich relativ schnell und angewidert geschlossen, weil es dort nur so von Sprachburka trieft. Der Sprache nach, wollen die keine Kundinnen, können darauf verzichten, doch weshalb schreiben sie mir dann? Das verstehe ich nicht
Zudem, wo bleibt der Datenschutz, wenn ich mit Eisenlohr angeschrieben werde?
Hmmm…

Auch so ein Fall ist my-store.ch. Die versenden ihre Spamletters an mich, obwohl sie auf Kundinnen verzichten können, gemäss ihrer WebSite-Terminologie. Die versenden ihre Spamletters zudem unter Mailadressen, die nicht als Empfangsadressen gültig sind. Bin ja mal gespannt auf diese Antwort.

Bei microspot.ch habe ich mal was bestellt und an eine andere Person senden lassen. Da sind die Newsletter angeschrieben mit Sehr geehrter Herr xy… obwohl die Newslettermailadresse eindeutig als weiblich deklariert ist. Das ist in Abklärung. Mein Hinweis auf die Sprachburka, dass ich als Mann angeschrieben werde, obwohl ich mich als Frau anmelde, wurde in die technische Abteilung weitergeleitet. Mal schauen, wie das rauskommt.

Bei der Swiss bzw. Miles and More haben sie meiner Meinung nach ein krasses Datenschutzproblem. Weshalb sonst werde ich in besagten Mails immer mit Frau Brunner angeschrieben und der Prämienmeilenstand flattert regelmässig rein? Im Prinzip müssten die Schmerzenmeilen heissen oder Spammeilen. In der Zwischenzeit knapp 6000 – kann mich jedoch nicht erinnern, innerhalb der letzten paar Jahre eine geschäftliche Beziehung mit einer dieser Firmen gehabt zu haben, mal ganz abgesehen vom falschen Namen.
Habe mal dem swiss_shop@swiss.com geschrieben, der mich genauso falsch anschreibt und wo ich mich nie anmeldete. Genauso wie miles and more sowie der datenschutzbeauftragen Person von Swiss.
Von Lufthansa.com ist umgehend das Bounce-Mail zurückgekommen mit dem Hinweis, dass ich auf der Hilfe-Seite mich informieren soll, wo das hingesendet werden kann. Ich weiss aber nicht, welche Mailadresse nicht funktionierte, die ich anschrieb… Kooler Laden das!
Selbstverständlich auch in Sprachburka formulierte WebSite.

Unter Datenschutz verstehe ich, egal bei wem ich mich anmelde, ich möchte sicher sein können, dass wenn ich mich in der Mailadresse vertippe, dass nicht irgendwelche mir unbekannten Personen meine Infos erhalten oder wenn ich meine Mailadresse vergesse bzw. verliere, dass plötzlich anderen Zugang zu meinem Konto gewährt wird oder sogar deswegen unter meinem Namen handeln können.
Wie kürzlich bei Ebay geschehen.

Fortsetzung folgt!
Garantiert…

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Werbemails in Sprachburka – I

09/11/2009

Eine meiner Mailadressen wird häufig von mir wildfremden Personen benutzt – bewusst oder unbewusst. Mit dieser Mailadresse hab ich schon allerhand erlebt und werde täglich mit x Spamlettern eingedeckt – sie tarnen sich zwar als Newsletters, aber meine Einwilligung, die zu erhalten, habe ich jedoch nie gegeben!

Auch viele weitere Datenschutzverletzungen waren dabei – oder möchtest du, dass wenn du einen Tippfehler in deiner Mailadresse machst, dass plötzlich wildfremde Leute deine Mails erhalten, allenfalls übers Login der betreffenden Website auch deine Daten abfragen können, weil das mies eingestellte System einfachste Tippfehler nicht abfangen kann?

Wie ich feststellte, sind die meisten diesbezüglichen Spamletters in meist einwandfreiem Sprachburka geschrieben, das ich ab sofort als Synonym für maskulistisches Deutsch genauso wie pseudomaskulistisches Deutsch verwende.

Laufend werde ich über die entsprechende Korrespondenz hier informieren.

Letzte Woche habe ich habe zwei der Mailabsendenden angeschrieben und sie sie auf ihr Sprachburka aufmerksam gemacht. Auch, dass ich ihr Spamletter nie bestellte und dass ich an den Infos nicht interessiert sei, solange sie nur in Sprachburka angeboten werden. Mit der Schlussfolgerung, dass sie meine Mailadresse streichen sollen. Einzig die Erlaubnis erteilte ich, mich ein Mal noch zu kontaktieren, sobald ihr Angebot auch in Sprachburkafrei verfügbar ist, damit ich mir überlegen kann, ob ich den Newsletter nun aktiv bestellen will oder nicht.

hotel24@hotel24.eu
die haben bis heute noch nicht geantwortet…
Da werd ich nachhaken.

info@news-magazin.ch
die haben sofort geantwortet, sogar die Newsletterbestellseite auf Sprachburkafrei umgestellt. Aber die restliche WebSite sowie der Inhalt des Newsletters trieft von Sprachburka, das Muster siehe weiter unten.

Mich erstaunt hierbei folgender Ausschnitt aus dem Konzept

Versand
Der Newsletter wird an deutschsprachige eMail Kontakte versendet. Die Inhaber der eMail-Adressen haben sich offiziell durch das Double Opt-in Verfahren angemeldet. Dadurch werden nur Kunden den Newsletter erhalten, welche interessiert sind an Ihrer Information und Werbung.

Weshalb ich dann diesen Spamletter bekommen hab, obwohl ich daran ja gar nicht interessiert bin und definitiv auch nie meine Einwilligung dafür gegeben habe…
oder liegt es daran dass die Mailadresse klar als die einer Frau erkennbar ist?

Gibt noch viel zu tun!